Foto: Fekry Helal, Günther Pichler, Leopold Kren
Fünf Musiker aus dem onQ-Pool präsentieren auf innovative und herausfordernde Art ihr Verständnis für unkonventionell und exakt ausgearbeitete Kompositionen
und gleichzeitig ihren Anspruch, selbige in ein dennoch höchst organisches Musizieren einzubetten.
Das Programm, welches aus Eigenkompositionen der Bandmitglieder besteht, wurde im Radiokulturhaus aufgenommen und erscheint 2025
auf Tonträger.
Das Programm spiegelt den Dualismus der Konzeption wieder, komplexes Ausgangsmaterial mit der nötigen Freiheit und musikalischen Offenheit umzusetzen, dass die Spontaneität und Energie des
Momentes im Vordergrund bleibt.
Nach der Premiere der Band im Oktober 2023 im Porgy & Bess beim Programm onQ plays Flagar entstand die Idee, die Band mit ihrem charakteristischen Sound weiter bestehen zu lassen und weiterhin neue Musik dafür zu schreiben.
Psychedelik, etwas das mich immer in einen Zustand der absoluten Passivität versetzt hat, ganz gleich mit welchen Mitteln. Es ist bemerkenswert, wie rasch es
die vier Musiker schaffen mich in eine andere Welt zu befördern. Ein Grundton, ein Brummen, zeitweise mit E-Bow am Bass, oder auch nur stark ausgesteuert gezupft, immer wieder zerpflückt vom
Schlagzeug, darüber im Wechselspiel oder gemeinsam Klarinette und Trompete. Mittels perfekt eingesetzter Elekronik findet das Ganze gleichzeitig auf mehreren Ebenen statt, mehrstimmig, sowas wie
elektronische Obertöne.
Die Variationen, die damit erzielt werden, Elektronik findet überall statt, sind großartig. Also wie anfangs erwähnt, ich befinde mich eigentlich gar nicht mehr in mir, erlebe das Ganze irgendwie
„out oft the box“. Immer wieder nähere ich mich den einzelnen Musikern an, jeder der vier hat mehrfach seine eigenen Passagen, in denen ich mich auf den jeweiligen Musiker konzentrieren kann und
trotzdem genieße ich dann immer wieder, wenn die gesamte Musik anschwillt, dann selten zerbricht, eher sich auflöst und zur Ruhe findet. Und zusätzlich hat das alles, vom Schlagzeug ausgehend
eine unglaubliche Präzision. Manchmal glaube ich mich in einer Maschinenstadt zu befinden, Modern Times meets Metropolis. Der Sound ist zwar anders, aber so großartig, dass sich mir dieses Gefühl
aufdrängt. Meine Gedanken sind die vielen Gebäude, von denen ich nicht weiß, was sich in ihrem Inneren befindet. Ein großartiger Abend. (Andreas
Waldmüller)